Gewerberäume mieten – wer unterschreibt?

Bei der Miete von Gewerberäumen ist eine wichtige Frage, wer den Mietvertrag unterschreibt, respektive auf wen er ausgestellt wird. Wer diese Frage vorgängig seriös klärt, kann sich viel Ärger und vor allem Kosten ersparen. In der Schweiz gelten für die Miete von Geschäftsräumen spezielle gesetzliche Bestimmungen.


Zunächst sollte man genau belegen, auf wen der Mietvertrag lauten soll. Wer für seine Tätigkeit eine juristische Person gegründet hat (zum Beispiel eine GmbH oder AG), sollte darauf bestehen, dass der Vertrag ausschliesslich auf die Firma ausgestellt wird. Falls er nämlich zusätzlich auf den Firmen-Inhaber persönlich lautet, haftet dieser neben der Firma als Solidarschuldner.

Vorsicht hier ist zu beachten: Als Solidarschuldner haftet man mit dem gesamten privaten Vermögen. Man sollte also versuchen, die Haftung vertraglich auf eine festgelegte Höhe oder auf einen bestimmten Zeitraum zu beschränken.


Bei Gemeinschaft: Wer haftet?

Wenn man sich mit anderen Firmen oder Geschäftspartnern zusammenschliesst, um ein Büro oder eine Praxis zu mieten, bilden man automatisch – auch ohne es zu wissen oder zu wollen – eine einfache Gesellschaft und wird so zum Solidarmieter. Weil alle Mieter damit dem Vermieter gegenüber gemeinsam haften, sollte man im Voraus schriftlich regeln, wie die Kosten untereinander aufgeteilt werden. Hinweis: Der Mietvertrag kann nur von allen Mietern gemeinsam gekündigt werden, es sei denn, eine Teilkündigung durch nur einen Mieter ist ausdrücklich im Vertrag vereinbart.


Untermietverträge

Falls die gemieteten Räume (oder auch nur ein einzelner davon) untervermietet werden soll, braucht der Hauptmieter das Einverständnis des Vermieters. Er muss es erlauben.

Achtung: Für die Untermiete von Geschäftsräumen beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist - wie für den Hauptmieter - mindestens sechs Monate. Wenn im Untermietvertrag eine kürzere Frist vereinbart wurde, ist diese ungültig.


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